Datum:
15.09.2026
Verfasser:
Nathalie Birrer

Nachfolge richtig geplant?

Tausende Schweizer KMU stehen in den nächsten Jahren vor der Übergabe. Trotzdem wird die Nachfolge oft aufgeschoben, schliesslich geht es um das eigene Lebenswerk. Wer jedoch zu spät beginnt, verschenkt Handlungsspielraum und Geld.

Welche Wege gibt es?
Die Übergabe kann innerhalb der Familie erfolgen, an Mitarbeitende (Management-Buy-out) oder an einen externen Käufer. Jede Variante folgt einer eigenen Logik bei Preis, Finanzierung und Steuern. Familieninterne Lösungen scheitern selten am Willen, aber oft an der Finanzierbarkeit. Externe Verkäufe erzielen meist den besten Preis, setzen aber ein Unternehmen voraus, das ohne den bisherigen Inhaber funktioniert.

Warum braucht es so viel Vorlauf?
Ein Käufer zahlt für die Zukunft, nicht für die Vergangenheit. Abhängigkeiten vom Inhaber reduzieren, nicht betriebsnotwendige Mittel ausscheiden, die Ertragslage über mehrere Jahre sauber ausweisen: All das braucht Zeit und steigert den Wert des Unternehmens massgeblich.

Was gilt es steuerlich zu beachten?
Der Verkauf von Aktien oder Stammanteilen aus dem Privatvermögen ist grundsätzlich ein steuerfreier Kapitalgewinn. Konstellationen wie die indirekte Teilliquidation können diesen Vorteil jedoch zunichtemachen. Auch Holdingstrukturen, Immobilien im Geschäftsvermögen und die eigene Vorsorge wollen Jahre im Voraus geplant sein.

Was wird oft unterschätzt?
Nachfolge ist mehr als eine Transaktion. Es geht um die eigene Rolle nach der Übergabe, die Erwartungen der Familie und die Sicherheit der Mitarbeitenden. Ein geordneter Prozess mit klarem Zeitplan schafft für alle Beteiligten Verlässlichkeit.

Denken Sie über Ihre Nachfolge nach? Sprechen Sie uns an, wir begleiten Sie von der ersten Standortbestimmung bis zur Übergabe.